YASOU AIDA!

Ein deutsch-griechisches Freundschaftstreffen – Verdis Aida neu gefasst von Kharálampos Goyós (Arrangement), Dimitris Dimopoulos (Text) und Alexandros Efklidis (Idee). Kooperation mit Thessaloniki Concert Hall und The Beggars Operas, Athen.

Alles könnte so schön sein! Aida – eigentlich Elpida, aber das kann hier ja wieder keiner aussprechen – ist jung, attraktiv und erfolgreich. Ihr Auslandsstudium, absolviert mit summa cum laude, hat sie mit einem der begehrten Trainee-Plätze veredelt, was ihr beste Aufstiegschancen überall, nur nicht in ihrer Heimat eröffnet. Und jetzt hat sie auch noch Rainer Mess alias Radames kennen- und liebengelernt, den Shootingstar unter den deutschen EU-Spar-Kommissaren. Wären da nur nicht die verdammte Politik, Misswirtschaft, Korruption, die EZB und die vielen Hohepriester und Währungshüter. Und wäre da nicht die Vorladung von Manos Stavrou alias Amonasro, dem griechischen Finanzminister…
Yasou Aida – sei willkommen! Gemeinsam mit befreundeten griechischen Theatermachern haben wir einen durchaus humortauglichen Krisengipfel inszeniert, allerdings ohne Elefanten und Nilufer. Sorry. Dafür aber mit der originalen Musik und als Oper über eine Jugend, die etwas in der Gesellschaft bewegen will. Hier wie in Hellas, das unterzugehen einfach zu schön und zu wertvoll ist.

A propos Politik: bei uns zählt jede Stimme, auch Ihre! In Yasou Aida! war unser Publikum zur Abstimmung und damit zu Einsätzen im Extrachor gebeten. Damit wir’s nicht vergessen: Demokratie heißt ja auch Bürgerengagement und Volksentscheid. Als binationale Produktion war Yasou Aida! im März 2012 auch in Thessaloniki, Griechenland zu sehen.

Musikalische Leitung: Kharálampos Goyós / Hans-Peter Kirchberg
Regie: Alexandros Efklidis
Dramaturgie: Bernhard Glocksin
Ausstattung: Andrea Nolte

Mit: Michael Brieske, Mária Devitzaki, Sirin Kilic, Fabian Martino, Alexander Sascha Nikolić, Arkadios Rakopoulos, Vassilis Tsanaktsidis, Anna Warnecke, Lydía Zervanos, Elpiniki Zervou

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