WISCHEN – NO VISION.

Eine Raumpflege in zwei Teilen von Gerd Noack / Marc Seitz (Musik) und Andreas Bisowski (Text) Gewinner des Neuköllner Opernpreises 2004 – gestiftet von der GASAG.

Uraufführung 11.08. 2005

Es ist Nacht. Das große Bürohaus fast verwaist. Nur sechs flinke Hände sind noch bei der Arbeit, um den Schmutz, den die hohen Tiere im Nadelstreifenfell dort hinterlassen haben, zu beseitigen. Zwei Frauen, ein Mann – Reinigungsfachpersonal. Plötzlich bemerken sie, dass die Tür zum Direktorenzimmer, zum Allerheiligsten nicht verschlossen ist. Trotz des strikten Verbots, diesen Raum zu betreten, obsiegt die Neugier. Ein Tintenglas fällt zu Boden, der Chef und sein Sekretär nähern sich. Was tun? Bleiben und die Tinte weg-wischen und er-wischt werden oder fliehen und ent-wischen? Man hat viele beunruhigende Geschichten über den Boss der Firma gehört. Immer wieder verschwinden dort Putzfrauen.

Die Besucher der Neuköllner Oper können beide Versionen der Geschichte sehen, denn zwei Komponisten, wie sie unterschiedlicher nicht sein können, haben jeweils einen Teil dieser zweigeteilten Oper komponiert. So entstand eine Raumpflege in zwei Teilen, die zwar identisch beginnt, nach der ersten Szene jeweils völlig verschiedene Wege einschlägt, aber letztendlich gleich endet.

Musikalische Leitung: Frank Zacher/Roland Vieweg
Inszenierung: Robert Lehmeier
Bühne: Markus Meyer
Kostüm: Amanda Freyer/Elena Zielinski
Mit: Leigh Adoff, Regine Gebhardt, Friederike Harmsen, Markus Vollberg, Hubert Wild

KOMMENTARE