VERBOTENE LIEBE.

4 preisgekrönte Werke des BERLINER OPERNPREISES 10 von NEUKÖLLNER OPER und GASAG im Babylon-Mitte.

Der BERLINER OPERNPREIS 10 wird in diesem Jahr an die Komponistin Heera Kim und die Komponisten Simon Frei und Peter Michael von der Nahmer vergeben, deren Wettbewerbsbeiträge anlässlich der Preisverleihung zur Uraufführung gebracht werden. Erstmals 1997 ausgelobt, möchte dieser im deutschsprachigen Raum einmalige Wettbewerb lebendiges und aktuelles Musiktheater mit sozialer Relevanz fördern. Zum ersten Mal werden die Beiträge auch in zwei weiteren öffentlich zugänglichen Aufführungen zu sehen sein.

Thema: Verbotene Liebe
Das diesmalige Ausschreibungsverfahren zielte auf die Vertonung des Themas „Verbotene Liebe“ und reizte damit zu sehr vielfältigen Auseinandersetzungen mit einem boulevardesken Grundstoff, an denen sich 36 Komponisten beteiligten. Teils mit eigenen Libretti, teils mit Unterstützung durch den Librettisten Andreas Bisowski, wurden dementsprechend weit gefächerte Musiksprachen gewählt:
Markus Lehmann-Horns Romeo und Julia heute (Libretto von Andrea Heuser) spielt am Filmset einer Soap, in Heera Kims Der Unfall verliert sich eine Tochter in ihrer Liebe zum eigenen Vater (Libretto von Julia Langkau). Peter Michael von der Nahmer konfrontiert in 20 Minuten eine Selbstmordattentäterin mit der plötzlich erwachenden Liebe zum (Über)leben (Libretto von Andreas Bisowski) und Simon Frei blickt in West Side Storno auf Liebe unter Berlin-typischen prekären Bedingungen: Was tun, wenn der eigene Chef zum unerwarteten Kunden für nebenberufliche Liebesdienste wird?

Mitwirkende: Inszenierung: Robert Lehmeier | Musikalische Leitung: Hans-Peter Kirchberg | Ausstattung: Markus Meyer | Video: René von der Waar