THE OPERA ALIENS LAB III.

3. Retrospektive – INSTITUT FÜR POSTNEUROTISCHES MUSIKTHEATER.

Das OAL (Opera Aliens Lab) war ein Raumforschungsprogramm, in dem die Performer Damian Rebgetz und Paul Hankinson eine Expedition zum Planet G 10180 unternommen haben,um mögliche Verbindungen zwischen ausserirdischen Lebensformen und dem Wesen des klassischen Sängers zu ergründen. Am Ende des 2. Teils ist Hankinson gestorben und Rebgetz schwebt ziellos im All. Seit dem gilt er als verschwunden.

Die dritte und letzte Folge dieser Serie findet auf der Erde statt. Rebgetz und Hankinson erscheinen als Klone ihrer selbst. Umringt von geborgenen Artefakten der OAL Mission. Ist Oper eigentlich eine viral übertragene, unsere Glückshormone manipulierende Krankheit? Sind hoch subventionierte Opernhäuser nicht eher Privat-Kliniken, das ganze Musiktheater gut getarnte Außendienststellen der Kranken- (sorry: Gesundheits-) kassen?

Man sieht: Ein zukunftsorientiertes Musiktheater kommt ohne elementare Grundlagenforschung nicht aus. Als Marktführer dieses Genres hat sich die Neuköllner Oper nun entschlossen, ihre bislang streng im Geheimen arbeitende Forschungsabteilung zu demokratisieren und in ein öffentliches Forum für außergewöhnliche Opernerfahrung zu überführen. Da der Oper als internationalem und interdisziplinären Phänomen nicht mehr mit dem Dampfgeplauder eines sagen wir Kurt Pahlen beizukommen ist, vereinigt unser IPO –INSTITUTE FOR POSTNEUROTIC OPERA – führende Experten des Musiktheaters, der Medizin, Wissenschaften und der Performing Arts.

Die Eröffnungsrunde geht an den australischen Performance- und Klangkünstler Damian Rebgetz, der sich nach einer frühen Karriere als Knabensopran und dem Studium des klassischen Gesangs als Fachmann im Bereich Sound Studies (an der Universität der Künste Berlin) und als charismatischer Gesangsanthropologe einen Namen gemacht hat.

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