PELLÉAS & MÉLISANDE.

Oper von Claude Debussy in einer Fassung von Miriam Salević und Emily Laumanns.
Uraufführung am 21. Februar 2009
„Die Handlung changiert zwischen psychologischem Kammerspiel, Gruselmärchen, Liebesdrama – merkwürdige Todesfälle ereignen sich in einer Familie, die niemand durchschaut. Ihr Schloss, der Wald und das Meer umgeben alle Figuren unausweichlich und scheinen mit zu morden. Das Gefühl der Undurchschaubarkeit des eigenen Lebensraum deckt sich mit unserem Lebensgefühl in Berlin.
Debussy versteht es mit Hilfe seiner Musik und eines fantastischen Librettos, zärtliche wie schockierende Beziehungen zwischen Menschen zu zeigen – und mitten drin ein Kind, das unter diesen völlig allein gelassen in die Welt hineinwächst, so wie einst seine Eltern.

Wir alle erleben Menschen, die ihre Einsamkeit, Wut und Ohnmacht in dieser Welt unterdrücken, verstecken und in Beziehungen zu anderen Menschen kompensieren. Diese unerträglichen Gefühle werden letztlich weitergegeben an die Kinder und Kindeskinder. Dies ist das Drama von Pelléas und Mélisande – und auch unseres. Was erwartet unsere Kinder?
Unsere Inszenierung versetzt sich in diesen Konflikt, entwickelt Bilder von möglichem Glück und fordert Veränderung.“ (Miriam Salević).

 

Inszenierung: Miriam Salević
Musikalische Bearbeitung: Roman Lemberg
Musikalische Leitung: Symeon Ioannidis
Dramaturgie: Vincent Stefan
Ausstattung: Emily Laumanns
Mit: Martin Gerke,Herdís Anna Jónasdóttir, Roman Lemberg , Lars Ivar Nordal

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