PANIK SOUND CLUB.

Ein Lied für Gewinner von Niclas Ramdohr (Musik) und Peter Lund (Text). Koproduktion mit dem Studiengang Musical/Show der UdK Berlin.

Uraufführung 05.06. 2003

Mo ist neu in Berlin; und Mo schiebt Panik. Alle schaffens- bloß Mo nicht.
Ist aber auch ein hartes Brot in Berlins neuer Mitte: Tagsüber die besten Websites designen und nachts nicht in den falschen Clubs rumhängen, dazwischen die richtige Altbauwohnung finden und dann auch noch das mit der Liebe auf die Reihe zu bekommen- ganz schön viel für eine einzelne Person. Und die zehn Gestalten, die Mo in den ersten paar Tagen in Berlin kennenlernt, tun wenig dazu, Mo zu beruhigen. Jeder einzelne ein Gewinner des Lebens. Findet jedenfalls Mo.

Es dauert natürlich nicht lange, bis Mo dahinter kommt, dass auch die Gewinner des Lebens ganz schön Muffe haben, und dass manche durchgemachte Nacht nur deshalb so lang wurde, weil zuhause der Schwarze Mann auf der Bettkante sitzt. Und bald steht auch Mo ihrem ganz persönlichen Schwarzen Mann gegenüber. Nur, dass der ziemlich anders aussieht als in Mos Albträumen.

Die Erlebnisse der Neuberlinerin Mo sind der szenische Aufhänger, um den herum Niclas Ramdohr und Peter Lund ihr neuestes Musical geschrieben haben, um nach den Krötzkes einmal mehr ein Stück heutiges Berlin musikalisch auf die Bühne zu bringen. Und so verwandeln sich Mos erste zehn Tage in Berlin in eine schrille Revue der Großstadt: Jedes Kennenlernen ein Casting, jeder Auftritt ein Song. Und nach dem ersten Kuss kriegt man seine Wertung, ob man nächste Woche noch dabei sein wird.
Mit viel Energie und Spiellaune begibt sich der diesjährige 3. Jahrgang des Studiengangs Musical/ Show auf diese großstädtische Reise durch alle komischen und nicht so komischen menschlichen Ängste. Die mittlerweile 6. Koproduktion mit der UdK ist nach Love Bite die zweite Uraufführung der neuköllner oper, die mit und für die Studenten erarbeitet wurde- in wunderbar klaustrophobischen Räumen von Ulrike Reinhard und schön schaurigen Kostümen von Regina Schill, von Neva Howard traumtänzerisch choreographiert und von Hans-Peter Kirchberg einmal mehr traumwandlerisch sicher geleitet.

Musikalische Leitung: Hans-Peter Kirchberg
Regie: Peter Lund
Choreographie: Neva Howard
Bühnenbild: Ulrike Reinhard
Kostümbild: Regina Schill
Mit: Marco Billep, Johanna Bolten, Janko Danailow, Stefanie Dreyer, Melanie Haffke, Melanie Rainer, Samuel Schürmann, Anja Schulenburg, Dominik Schulz, Leticia Thate, Marysol Ximénez-Carillo

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