NÄCHSTES JAHR IN JERUSALEM.

Eine Wohnungsauflösung mit Miriam Sachs und Karsten Troyke.

Uraufführung 11. Juni 2009

Judith, die Mutter von Jonas und Marie, steckt mitten in der Krise einer Trennung vom Vater ihrer Tochter und im Kampf um die Vier-Zimmer-Wohnung. Zu allem Überfluss verliebt sie sich auch noch in einen Mann namens Grünstein. “Leider ist er Vegetarier und isst nicht einmal Butter – und Jude ist er wohl auch?!”
Judith entwickelt ein ganz persönliches Interesse an Klezmermusik, Judentum und Nahost-Konflikt. Fortan ist das Tagebuch dieser liebenswerten Chaotin von Seifenopern und jüdischen Traditionen, vom Elternbeirat und den brisanten politischen Ereignissen in Israel und Palästina – vor allem aber von der neuen Liebe bestimmt.

Auf der Bühne wird diese Auseinandersetzung auch eine musikalische: Gesangsübungen vs. jüdische Folklore, Fernsehprogramm vs. Opernsingen unter der Dusche.
Eine Vier-Zimmer-Wohnung wird zum Grenzbereich und eine alte Musiktruhe zum Streitobjekt – ebenso wie das Tagebuch selbst.

 

Miriam Sachs, die an der Neuköllner Oper zuletzt die Videofilme zum Familienstück Die getauschte Schule zeigte, hat aus ihrem Debutroman eine szenische Vorlage geschaffen mit traumtänzerischem Blick auf die kleinen Dinge des Lebens und die etwas größeren der Welt.

 

Text/Regie: Miriam Sachs ;
Musik: Karsten Troyke und Robert Mau;
Co-Regie: Julia Dittmann
Raum/Projektionen: Puppet-Holding
Sound Design: Leo Solter
Mit: Karsten Troyke (Gitarre und Gesang) und Miriam Sachs

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