MACBETH. NACH VERDI.

Uraufführung 26. Februar 2015
Homo homini lupus est – der Mensch ist dem Menschen ein Wolf. Geht man wie Machiavelli davon aus, dass der Mensch zum Bösen neigt, Ordnung und Bestand eines Staates oft durch unmoralische Mittel erkauft werden muss, so wird rücksichtsloses und gewalttätiges Handeln nicht nur erlaubt, sondern notwendig. Macbeth scheint ein Wolf zu sein. Er hat Blut geleckt.

Genügt für die größtmögliche Macht ein einzelner Mord? Aus Macht wird Ohnmacht…
Unabwendbar wird Macbeth und seine Lady vom Wahnsinn erfasst, sie verlieren die Orientierung, treiben in ihren verborgenen unterdrückten Sehnsüchten und werden selbst zu ihren schicksalhaften Erscheinungen.

Was geschieht, wenn das blutige Dunkel der (Ohn)macht sich in so wunderbare Musik kleidet wie in Verdis Macbeth, das untersucht die junge Regisseurin Julia Lwowski und geht mit ihrem Team, drei Sängern und zwei Musikern auf eine bildreiche, expressive Reise.
Inszenierung/Fassung: Julia Lwowski
Arrangement/Musikalische Leitung: Nadezda Tseluykina
Bühne und Kostüm: Yassu Yabara
Dramaturgie/Fassung: Marion Meyer
Video: Franziska Kronfoth

Mit: Yuka Yanagihara, Rainer Scheerer, Franziska Kronfoth sowie Roman Lemberg, Nadezda Tseluykina

KOMMENTARE