LEBEN OHNE CHRIS.

Musical von Wolfgang Böhmer (Musik) und Peter Lund (Text).
Uraufführung 2. April 2009

Koproduktion mit der UdK Berlin
Chris ist sauer. So hat er sich seinen achtzehnten Geburtstag nicht vorgestellt. Nur weil er mit seinem Roller gegen diese blöde Kastanie geknallt ist, steht da jetzt plötzlich dieser Typ mit Flügeln und will ihn abholen, weil Chris angeblich tot ist. Das ist doch wohl ein Witz, oder?
Nein, das ist kein Witz, und Chris’ Freunde finden es auch alles andere als komisch, dass Chris plötzlich nicht mehr da ist. Richtig erschüttert sind sie, und ein paar sogar aufrichtig traurig. Auch wenn Chris manchmal ein echtes Ekelpaket gewesen ist – da sind sich alle einig.
So etwas hört man natürlich nicht gerne. Aber Pech für Chris: seit er tot ist, hört er leider alles was über ihn geredet wird. So hat Chris sich das Leben nach seinem Tod nicht vorgestellt. Und nach und nach kommt er dahinter, dass er sich das Leben vor seinem Tod eigentlich auch anders vorgestellt hatte.
Unsere neueste Koproduktion mit dem Studiengang Musical der UdK Berlin beschäftigt sich mit einer der ältesten Fragen überhaupt: Gibt es ein Leben „danach“? Acht Monate hat der aktuelle Abschlussjahrgang mit Wolfgang Böhmer und Peter Lund über dieses Thema diskutiert und improvisiert. Und ist dabei natürlich ganz schnell bei der zweitältesten Frage gelandet. Wie war mein Leben davor? Das kann eine ganz schön gemeine Frage sein, so mit achtzehn…
Nach Love Bite ,Panik Sound Klub, Erwin Kannes, und Kauf dir ein Kind die mittlerweile fünfte gemeinsam entwickelte Uraufführung, wie immer ein Thema von Heute, diesmal besonders „unplugged“. Was passiert, wenn das Leben anderswohin läuft als man selber? Ein berührender, manchmal trauriger und überraschend oft sehr komischer Theaterabend, mit vielen tollen Songs, himmlisch mehrstimmigen Chören, einer teuflisch guten Band und einem Erzengel, der gerne endlich den Beruf wechseln würde…
Und natürlich mit einer sensationellen wissenschaftlichen Erkenntnis: Ja, es gibt ein Leben danach! Es ist bloß leider ein Musical…

 

Musikalische Leitung: Hans-Peter Kirchberg/Andreas Altenhof · Inszenierung: Peter Lund · Choreographie: Neva Howard · Bühne: Ulrike Reinhard · Kostüm: Claudio Aguire, Andrea Schmidt

Mit: Tobias Bieri, Christopher Brose, Julia Gámez Martin, Magdalena Ganter, Karoline Goebel, Katrin Höft, Dennis Jankowiak, Hendrik Schall, Jasmin Schulz, Sebastian Alexander Stipp

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