HORVATHS ITALIENISCHE NACHT.

Festival-Preview (HU) Festival-Koproduktion.
1931 in Berlin uraufgeführt, zwei Jahre vor der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten, erzählt Horváths „Volksstück“ mit viel Musik von Linken, Rechten und einer unfähigen demokratischen Mitte. Ein Republikanischer Kulturverein bereitet sich auf ein Tanzvergnügen im Wirtshaus vor, auf ihre „Italienische Nacht“. Als klar wird, dass dort zuvor die Nationalsozialisten einen „Deutschen Tag“ mit SA-Kapelle abhalten werden, stellt sich für Jeden die Frage, wie mit der rechten Herausforderung umzugehen ist.

Über 80 Jahre nach der Uraufführung ist Horváths Text in der EU und in Ungarn so aktuell wie lange nicht mehr. Gemeinsam mit ungarischen Schauspielern entwickelt der junge Regisseur Csaba Polgár eine Inszenierung, die mit Musik und aktuellen politischen Aussagen erweitert ein Licht auf antidemokratische Tendenzen in seiner Heimat wirft.
Csaba Polgár, 1982 geboren, studierte an der Akademie für Theater und Film Budapest und ist Mitbegründer der HOPPart Independent Company, die seit 2007 zu den bemerkenswertesten freien Theatergruppen in Ungarn zählt. Polgár ist Mitglied des Örkény István Theaters und in zahlreichen Theaterstücken sowie Kurzfilmen zu sehen. Er inszenierte Die Hermannsschlacht von Kleist,Korijolánusz, nach Shakespeare‘s Coriolanus (mehrfach nach Deutschland eingeladen), Merlin von Tankred Dorst (Gastspieleinladung nach Karlsruhe).
Preise:

Der Preis der ungarischen Kritiker für Die beste unabhängige Aufführung (2011), Junior Prima Primissima für Künstler unter 30 (2011), Der Preis des Pécser Ungarischen Theatertreffen (POSZT) für den besten Hauptdarsteller in der Inszenierung Peer Gynt im Theater Örkény (2013). Gegenwärtig inszeniert Csaba Polgár am Münchner Volkstheater Shakespeares Julius Cäsar.Koproduktion HoppArt,

Budapest/Neuköllner Oper

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