FERNWEH. AUS DEM LEBEN EINES STUBENHOCKERS.

Von Matthias Rebstock, Hermann Bohlen und Michael Emanuel Bauer.

Uraufführung am 23. August 2012
O-Ton: Die Geräuschkulisse einer Berliner Hinterhof-Welt.
Sprecherin: Seitenflügel, 4. Stock. Hier wohnt Stubenhocker.

O-Ton: Mülltonnen klappern, ein Besteckkasten wird gefüllt, im Parterre übt jemand Klavier: Schubert, Wandererphantasie, 2. Satz.
Sprecherin: Stubenhocker kennt jedes Geräusch, er analysiert das ferne Rauschen der Stadt. Und lässt seinen Blick auf die andere Seite schweifen, zu einer Frau, die das Fenster öffnet und hinüberschaut. Zu ihm?

Wir befinden uns in einem Hörfunkstudio. Produziert wird das Hörspiel „Stubenhocker“ von Hermann Bohlen. Im angrenzenden Studio geht ein Reisemagazin auf Sendung, und in Studio P4 werden Klavierlieder von George Crumb eingespielt.
Die zunächst parallel verlaufenden Geschichten beginnen sich zu vermischen. In den Studios ist es kühl.

Man beschließt, dem Alltag zu entfliehen – nur wohin? Was ist das Fremde in einer Welt, in der man mit google street view immer schon alles sehen kann, bevor man überhaupt hinfährt? Bleibt man nicht besser zu Hause und legt sich ins Bett, wenn man Fernweh hat?

Die Sprecher und Musiker im Studio treffen einen radikalen Entschluss. Sie begeben sich auf eine fantastische Expedition, um den ultimativen Kick zu erleben.

Text: Hermann Bohlen • Musik: Michael Emanuel Bauer • Konzeption und Regie: Matthias Rebstock • Bühne: Sabine Beyerle, Sabine Hilscher, David Reuter • Kostüme: Sabine Hilscher • Projektionen: David Reuter, Sabine Beyerle • Dramaturgie: Bernhard Glocksin

Mit: Tobias Dutschke, Panagiotis Iliopoulos, Ulrich Kempendorff, Stephan Lohse, Matthias Meyer, Susanne Paul, Ursula Renneke, Bärbel Schwarz, Mariel Jana Supka und Yuka Yanagihara

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