EUROPÄISCHES ABENDMAHL.

Eine Passion mit Publikum (EU) Festival-Event.

Ist Europa, genauer die Europäische Union, vielleicht eher ein Kontinent der Notions als der Nations, ein Kontinent eher der Vorstellungen als der Nationen? Sicher, Europa ist eine konkrete politisch-wirtschaftliche Realität , aber auch ein Gefühl, viel Gefühl – von Hoffnung, Zuversicht und Angst, und zunehmend für viele auch von Furcht, Unsicherheit und leerem Pathos. Europa: auch eine Geschichte von enttäuschter Hoffnung, Ungleichheit und Betrug.
Wir wollen zum Abschluss des Festivasl über „unser Europa“ mit unserem Publikum zusammen kommen und Gemeinschaft feiern. Auf welche Weise könnte man dies besser als in der altehrwürdigen, musikdramatischen Form der Passion?
“Europas Abendmahl” lädt also Publikum und Theaterleute zu einer gemeinsamen Tischgemeinschaft, in dem die vielen Fragen, Gefühle und Statements gesungen und gesprochen werden in der Sackgasse der ökonomischen Krise, die wir alle gegenwärtig durchleben. Musiktheaterleute aus Europa folgen den Zuschauern rund um den großen Tisch der Europäischen Einigung und nehmen teil am langen Moment der Meditation und Reflexion vor dem Höhepunkt unserer gemeinsamen Passion, unser eigener Kreuzweg Via Crucis (Way of the Cross).
In Zeiten des wachsenden Autoritätsgesten in Europa folgt “Europas Abendmahl” dem Zeitgeist und adressiert die großen Fragen an Gottvater (Europas) selbst: während unseres fortschreitenden Golgathaweges: wer ist Christus? Wer Judas? Wird Auferstehung rechtzeitig kommen? Und wer wird gegessen werden?

Konzeption: Alexandros Efklidis, Kharálampos Goyos
Inszenierung: Alexandros Efklidis
Musikalische Einrichtung und Leitung: Kharálampos Goyos
Texte: Alexander Capistran Choreographie und Tanz: Balletto civile

Mit Ensemblemitgliedern der Neuköllner Oper

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