DIE LETZTE SHOW.

Schauspiel mit Musik von Lutz Hübner (Mitarbeit: Sarah Nemitz) Musik von Tobias Philippen und Marc Schäfers.
Uraufführung 09.02. 2006

Koproduktion mit theater rampe stuttgart

Ist Emilia eine Streberin, nur weil sie aufs Lessing-Gymnasium will? Was ist das überhaupt, eine Streberin? Fest steht jedenfalls, dass sie gerade andere Sorgen hat. Denn Emilia hat geerbt. Jetzt sitzt sie da, sechzehn Jahre alt, im Plunder ihrer toten Tante, während zu Hause in Hildesheim die Prüfungen fürs Gymnasium auf sie warten. (Oder auch nicht!) Dabei hat sie diese Ada nicht einmal richtig gekannt. Als Emilia in deren Wohnung das Erbe sichtet, kommt es zu einer merkwürdigen Begegnung: Mehr lebendig als tot steht Ada plötzlich im Raum, mit einer Menge Fragen an ihre Nichte.

Wer das Leben mit zu viel Lebensplanung verbringt, könnte es eines Tages verpasst haben, und Ada weiß, wovon sie spricht. Gestalten aus Emilias Leben tauchen auf: ihr ehrgeiziger Freund, der Lehrer, der seine Vorzeigeschülerin präsentieren will, eine ganze grauenhafte Prüfungskommission, Emilias Mutter, ein eigenartiger deutschtürkischer Pizzabote… Für die extrovertierte Ada selbst wird die fiktive Begegnung mit der Sechzehnjährigen zur ultimativ letzten Show auf dieser Welt. Und für Emilia ist einiges anders als zuvor.
Hübners Stück von und über Jugendliche, die erwachsen werden, erzählt von Prüfungsangst, Leistungsansprüchen und davon, wie man sich entscheiden muss, wer man in dieser Gesellschaft sein oder werden will. Uns liegt an diesem Thema für Leute nicht nur ab 16, und so haben wir gemeinsam mit Lutz Hübner eine besondere Fassung erstellt. Im Rahmen einer Ring-Uraufführung (in Hannover, Düsseldorf und Wien) wird sie hier in Berlin erstmals an der Neuköllner Oper und in einer speziellen musikalischen Inszenierung zwischen Glamrock und Popballade gezeigt. Lutz Hübner zählt zu den erfolgreichsten Gegenwartsdramatikern. Mit Hotel Paraiso zum Berliner Theatertreffen 2005 eingeladen, werden seine über 25 Stücke derzeit in mehr als 20 Ländern weltweit gespielt.
Inszenierung: Stephan Bruckmeier Arrangements: Mini Schulz Musikalische Leitung: Jo Ambros Ausstattung: Meentje Nielsen Dramaturgie: Bernhard Glocksin Mit: Miriam Dusza, Andreas Goebel, Juliane Gregori, Thomas Groß, Christiane Heinke, Daniel Ris und Harry Tchor

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