DIE GELBE PRINZESSIN.

Eine Kiffer-Oper von Camille Saint-Saëns Fassung für die Neuköllner Oper von Bernhard Glocksin, Florian Lutz und stefanpaul.

Uraufführung 15.09. 2005

„Du, um es kurz zu machen: ich wollt’ dich einladen… Ja … wir machen wieder was, der Jens und ich, bei Mira. Du kennst doch ihre Wohnung, irgendwie perfekt dafür. Was?…Ne, sie weiß es noch nicht … Soll halt so ne Art Überraschung sein, ich mein’, das Stück ist wirklich phänomenal, typisch Jens, weiß auch nicht, wo der das immer auftut. Hat es noch nie in Deutschland gegeben.

Wie? … Saint-Saëns, du weißt doch, „Karneval der Tiere“ und so… Ist ne Art Oper, wart’ mal…. „Opera comique“ steht hier. Egal …ich find’ das genial, allein die Story, von nem Maler, der voll auf Drogen abfährt, und auf so ne Geisha… und dann gibt es irgendwann Zoff…“
Camille Saint-Saëns hat uns nicht nur seinen segensreichen Karneval der Tiere hinterlassen, sondern auch die Opéra-comique Die gelbe Prinzessin, eben über jenen Drogen- und Japan-begeisterten Künstler und seine liebeskranke Freundin. Wir wissen nicht, in welchem Zustand Saint-Saëns diese anmutige Geschichte komponiert hat, aber sie könnte mühelos in jedem Klub in Berlin Mitte spielen. Wir haben uns des Kleinods mit seiner wunderbaren Musik angenommen, schließlich geht es ja um nichts als das reine Leben, um Visionen und Halluzinationen, Kung Fu und Zen-Buddhismus und die alte Frage, wie man miteinander (länger) leben kann.
Das Werk, 1872 uraufgeführt, wurde noch nie in Deutschland gespielt und ist nun an der Neuköllner Oper in einer Fassung von Bernhard Glocksin, Florian Lutz und stefanpaul zu sehen.

Musikalische Bearbeitung und Leitung: stefanpaul
Inszenierung: Florian Lutz
Idee und Dramaturgie: Bernhard Glocksin
Ausstattung: Pia Wessels
Video: Sirko Knüpfer
Sounddesign: Olaf Hilgenfeld
Mit: Victoria Kang und Birger Radde. Keys: stefanpaul

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