DAS DING AUS DEM SUMPF.

Frei nach dem Comic “Swamp Thing” von Alan Moore von Anita Augustin, Matthias Herrmann und Eike Hannemann.

Uraufführung 21. September 2011

SSKRRRTCH! HRAAUUULP! ARRRGGGGHHH!

Klingt nicht gut? Nein, aber so klingt das nun mal, wenn ein Mensch zum Monster wird. Adern reißen, Gefäße platzen, die Haut bricht auf und grüner Schleim tropft aus den Wunden – alles ziemlich schmerzhaft. Verwandlung tut weh – das muss ein Mensch namens Alec Paine unter Schmerzen erfahren. Bevor er zum Monster wird, ist er nicht nur ein Mensch, er ist ein Genie. Ein begnadeter Wissenschaftler mit doppeltem Doktortitel und einwandfreier Moral.

Mitten im Sumpf hat ihm der weltweit größte Lebensmittelkonzern ein Labor gebaut. Dort erforscht Dr. Dr. Paine die Geheimnisse der Natur, Schwerpunkt Pflanzenwachstum. Das Ziel: Wachstumsbeschleunigung. Reis, Weizen, schneller, schneller. Und warum?
Weil immer noch täglich tausende Menschen an Hunger sterben. Dr. Dr. Paine meint es gut. Aber das Böse schläft nicht, es schlummert nur. Das Böse ist der Sumpf: ein betörender Albtraum aus grünem Schlamm und giftigen Orchideen. Schillernde Insekten, glänzende Sumpfnattern – ein bizarres Paradies.

Das Böse ist schön. Die Liebe auch.
Und wenn die blonde Abby nicht so verliebt wäre in den genialen Paine und der verschrobene Assistent vom genialen Paine nicht so verliebt wäre in die blonde Abby, dann wäre alles gut. Dann hätte das Böse keine Chance, hat es aber.
Der Sumpf erwacht. Er kriecht durch die Ritzen und Fugen ins Labor, er schleicht sich in die Herzen und Hirne.
Bald wird jeder verwandelt sein.

ARRRGGGGHHH!

Text, Liedtexte und Dramaturgie: Anita Augustin; Musik: Matthias Herrmann; Regie: Eike Hannemann;
Ausstattung: Ulé Barcelos, Matthias Koch

Mit: Christian Beermann, Daniel Breitfelder, Karoline Goebel

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