ARMIDA.

Nach der Oper von Christoph Willibald Gluck.

PREMIERE 1. SEPTEMBER.
BIS 03. SEPTEMBER 2016.

Der Kreuzritter Renaud ist auf der Suche nach sich selbst aus der Spur geraten und hat sich verdreifacht. Er spürt einzig Halt in einem zunehmend eigensinnigen Fanatismus, der im Laufe der Jahrhunderte sämtliche Inhalte überwunden hat. Wo Kulturgeschichte zum Patchwork der Ideologien, wo vordergründig proklamiert, aber nicht mehr reflektiert wird, weiß am Ende kein Renaud mehr, wer Tasso oder Baghdadi, Büchner oder Breivik sind.
Texte verbinden sich zu einem globalen Einerlei, das sich wie unser Kreuzritter selbst verliert.

Glaubenskrieger im Selbstversuch. Ein Feature.

Ausgangspunkt ist Tassos Erzählung »Das befreite Jerusalem« und die Geschichte um die Königstochter Armida, der »Zauberin« im fernen Damaskus, die über Jahrhunderte Dutzende von Komponisten inspiriert hat. An ihr, der fremden Sarazene, der schönen Muslima, verfängt sich das christliche Abendland in Form verwirrter Kreuzritter.

Oder ist es doch anders herum?

Im Rahmen des Regieprojektes OpenSpace Armida gestaltete Ulrike Schwab ihre Interpretation der »interkulturellen Liebesgeschichte« von Armida und dem Kreuzritter Renaud und entwickelt diese nun weiter.

MITWIRKENDE

Konzept, Textfassung und Regie: Ulrike Schwab | Video: Mitja Strehlow | Ausstattung: Charlotta Hench Ensemble: Valentin Bezençon, Georg Bochow, Claudia Pérez Iñesta, Sebastian Schiller.

KOMMENTARE