ANTICODES.

Theaterinszenierung und anschließendes Publikumsgespräch

Ur/Erstaufführungen: 16. August 2013

Eine Collage aus kurzen Texten von Václav Havel, vor allem aus seinen grafischen Gedichten (“Antikódy”). Sie sind voll von trockenem Humor, sprachlichen Spielereien und Absurditäten. In Wirklichkeit aber erzählt Havel von einer irrsinnigen Zeit und von durch eine Ideologie deformierten Menschen (1950er Jahre), von der Sehnsucht sich zu befreien (1960er Jahre) und von der gesamtgesellschaftlichen Resignation nach der sowjetischen Invasion im Jahre 1968.

Der Autor des Drehbuchs, der Regisseur Jirí Adámek (erstmals an der Neuköllner Oper im Rahmen des Festivals “Open Op” 2010 mit Europeans, es folgte 2011 die Produktion Changemakers, schuf eine Vokalkomposition, in der sich ideologisches Geschwätz, behördliche Paragraphen und Zitate von damals aktuellen Melodien überlagern.

Alles wird nur mit Hilfe von Stimmen, Gesang, Halbgesang oder rhythmisierten Phrasen zum Ausdruck gebracht. Acht Studierende der Prager Theaterfakultät setzen sich auf diesem Wege mit der neueren Geschichte ihres Landes und ganz Mitteleuropas auseinander. Unter der Schirmherrschaft des Botschafters der Tschechischen Republik in Deutschland, S.E. JUDr. Rudolf Jindrák und gefördert durch den Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds sowie durch das Bezirksamt Neukölln.

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