AIR ROSSINI.

In unserer Version sind es VIPs aus der ganzen Welt, u. a. ein charmanter Banker, ein gutaussehender Scheich, der Popstar London Sheraton, die in BERlin festsitzen, eben weil man vom Großflughafen Willy Brandt noch immer nicht starten kann. Am Ende sind sie von Demonstranten umzingelt, und zu Rossinis perlender Musik fragt sich, ob die Elite denn wirklich alles darf – Ehre dem Starken, Ehre dem 1%?

Zu Rossinis Reise nach Reims in einer deutsch-griechischen Zusammenarbeit meint Info-Radio vom RBB: „Rundumschlag…auf die globale Welt in dem jeder sein Fett wegkriegt – (die) Attac-Trend-Bewegten wie der selbstsüchtige Zynismus der Wirtschaftselite. Ein ziemlich großer Spaß, den man sich da in der Neuköllner Oper allen Ernstes macht.“

Opéra oligarchique zu einer Flughafeneröffnung, den Eliten und uns

Rossinis Reise nach Reims in einer Fassung von Kharálampos Goyós, Dimitris Dimopoulos und Alexandros Efklidis.

Wiederaufnahme 23. Januar 2014

Mal ehrlich: macht Sie BER nicht auch wütend oder ratlos? Wie folgenlos die Verantwortlichen mit unserem Geld umgehen, für eine Baustelle, deren Stillstand jeden Monat zwischen 20–30 Millionen Euro Steuergeld kostet? Zum Glück hat uns dazu Gioachino Rossini eine wunderbare Oper geschrieben, voller Glanz, Schönheit und Witz: Die Reise nach Reims. Eine Gruppe Adliger aus ganz Europa sitzt in einem Posthof fest, weil die Flugzeuge – Pardon: die Kutschen – nicht kommen.

Musikalische Leitung: Hans-Peter Kirchberg
Regie: Alexandros Efklidis
Bühne: Sabine Beyerle
Kostüme: Annamaria Cattaneo
Videodesign: Fil Ieropoulos
Dramaturgie: Bernhard Glocksin

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